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Rasseportrait:

Sibirische Waldkatze

Allgemein 

 Die Sibirische Katze ist eine ideale Katze für Familien. Sie hat ein sehr stark ausgeprägtes Sozialverhalten und kommt hervorragend mit anderen Haustieren zurecht - Hunde wie Katzen. Daher sollte sie keinesfalls als Einzeltier gehalten werden. Ihr Wesen zeichnet sich außerdem durch eine starke menschenbezogenen Anhänglichkeit aus. Das drückt sich in ständigem Schmusewillen aus. Die Sibirische Katze spielt und klettert sehr gerne. Sie neigt äußerst selten zu Krankheiten und gilt ganz allgemein als sehr robust. Da sie eine sehr pflegliche Katze ist, reicht eine wöchentliche Fellpflege in der Regel aus. 

Geschichte und Herkunft

Man geht davon aus, dass die Sibirische  Katze in Russland und der Ukraine schon seit Jahrhunderten als Hauskatze bekannt ist. Über ihre Vorfahren gibt es bislang keine Erkenntnisse. Sie wird aber zu den natürlichen Rassen gezählt, das heißt, dass die Rasse ohne menschlichen Einfluss entstanden ist. Erstmalige  schriftliche  Erwähnung findet sie 1895. Die gezielte Züchtung begann erst in den 1970er-Jahren in Russland. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kam die Katze in den Westen und wurde 1991 erstmals als Standard Rasse anerkannt. Bis dahin wurde sie auch Sibirische Waldkatze genannt. Die Namensänderung erfolg zur bessern Unterscheidung von der ähnlichen Norwegischen Waldkatze. Seitdem steigt die Beliebtheit dieser Rasse wegen ihres unkomplizierten Wesens und ihrer Robustheit stetig. 

Charakter und Verhalten

Sie hat ein freundliches und einfaches Wesen. Sie ist von ihrem Verhalten her ein Familienhaustier. In Gesellschaft fühlt sie sich wohl und ist anhänglich. Sie fügt sich in die Familie ein und schätzt auch andere Haustiere. Sie ist ein Gesellschaftswessen und mag die Nähe anderer Katzen. Stolz und Eigensinn sind der Katze nicht unbekannt. Sie spielt gerne, ist aber auch faul. Sie geht gerne auf Abenteuer und zeigt Mut. 

Pflege und Gesundheit

sibirische Katzen zeichnen sich durch ihren dicken Winterpelz aus. Das Fell ist nicht pflegeintensiv. Wöchentliches Bürsten reicht im Sommer aus. Im Winter können sich über Nacht Filzknoten im Fell bilden. Tägliches Bürsten ist hier unabdingbar. In den Zeiten des Fellwechsels im Frühling muss täglich gebürstet werden. Der Schwanz verlangt besondere Pflege. ein hier ausgerissenes Haar braucht drei Jahre bis es nachgewachsen ist. Zur richtigen Fellpflege bedarf es verschiedener Geräte. Mit dem Filzmesser können Verfilzungen sanft aufgelöst und dann ausgebürstet werden. Mit der Zupfbürste werden abgestoßene Haare entfernt. Die Fusselbürste entfernt Katzenhaare. In den Augenwinkeln kann sich Sekret ablagern. Das sollte entfernt werden. Die Krallen sind Kletterhilfe und Jagdwaffe der Katze. Sie pflegt sich selber. Ab und zu einen Blick auf die Krallen werfen, ist wichtig, um bei Problemen schnell reagieren zu können. Ein Fachmann sollte dann hinzugezogen werden. SibirischeKatzensind robust und wenig krankheitsanfällig. Die Katzen Tiere gebären problemlos. Gesundheitsprobleme sind am Fell zu erkennen. Ist es natürlich und glänzt, so ist die Katze gesund. Ist das Fell struppig, glanzlos und zeigt kahle Stellen und Mottenlöcher oder Verklebungen, so sind das Hinweise auf gesundheitliche Probleme. Auch ein Desinteresse an Körperpflege ist ein Alarmsignal. Katzen haben viel mit Viruserkrankungen zu tun. Diese zeigende Symptome wie Mattigkeit, Appetitlosigkeit oder Fieber.  Vieren können jahrelang im Katzenkörper schlummern, bis die Krankheit ausbricht. Viren werden mit Impfungen bekäpft. Gerade Jungtiere sind gefährdet. Hier hilft eine sorgfältige Aufzucht. Ein schlechter Allgemeinzustand kann zum Ausbruch von Krankheiten führen. Bei jeder Krankheit ist der Tierarzt hinzuzuziehen.

Filzmesser  

 

 

Zupfbürste 

 

 

 

Neva Masquarade 

Allgemein

" Newskaja Maskaradnaja", so wird die Neva Masquarade in ihrer russischen Heimat genannt. Abgeleitet ist ihr Name von dem Fluss Neva, der nah an Petersburg vorbeifließt, im Zusammenspiel mit ihrer maskenartigen Zeichnung, welche durch eine (Point-)Mutation hervorgerufen wird. Allgemein ist sie als die Point-Variante der Sibirischen Katze bekannt und wird zugleich demselben Standard zuerkannt. Heute wird sie in allen Dachverbänden als Farbvariante (bzw. Point-Variante) der Sibirischen Katze geführt. Dies ist im Übrigen einmalig unter allen Waldkatzenrassen, zu welchen die Sibirische Katze und folglich die Newskaja Maskaradnaja gehören. Im Zuge der Anerkennung, verlieh man ihr die internationale Bezeichnung „Neva Masquarade“. Seit dem 1. Januar 2011 wird sie sogar von der FIFe als eigenständige Rasse geführt.

Die Neva Masquarade - die Point-Variante der Sibirischen Waldkatze

Ursprung 

Die Neva Masquarade teilt sich ihre Geschichte mit ihrer vollfarbigen Schwestwer, der Sibirischen Waldkatze, welche in Russland schon seit Jahrhunderten als Hauskatze bekannt ist und dort noch heute große Verbreitung findet. Es wird vermutet, dass schon früh spontanen Point-Mutationen innerhalb der russischen Hauskatzenpopulation auftraten. Wie die Maine Coon und die Norwegische Katze gehört sie zu den Naturrassekatzen und zugleich zu den Waldkatzen. Sie ist eine Katzenrasse, die sich ohne menschliches Zutun entwickeln konnte, über einen großen Genpool verfügt und bis heute kaum züchterischen Extremen unterliegt. Das macht sie zu einer ausgesprochenen gesunden und robusten Rassekatze. 

Aussehen

Im Allgemeinen ist die Neva Masquarade eine muskulöse und relativ schwere Katze von kräftiger Statur. Sie ist mittelgroß bis groß, jedoch erreicht sie nicht die vollen Ausmaße der Maine Coon. Zudem ist sie weniger hochbeinig als eine Norwegische Waldkatze. Von der Sibirischen Katze unterscheidet sie sich nur durch ihre Maskenzeichnung. Im Alter von ca. drei Jahren haben sie ihre volle Größe erreicht, dabei kann ein ausgewachsener Kater ein Gewicht von bis zu 9 kg erreichen, weibliche Katzen werden durchschnittlich 4-7 kg schwer. Kennzeichnend für diese Teilalbino-Variante der Sibirischen Waldkatze sind ihre dunkel gefärbten Points, die im Kontrast zu einem deutlich aufgehellten Körperfell stehen. Grundlage für diese Auffälligkeit bildet eine Genmutation(Teilalbinismus), bei welcher es zu einer Entfärbung des Körperfells kommt (auch die Siamkatze ist ein Teilalbino). Einige Körperregionen wie Ohren, Beine, Hodensack, Gesicht und Schwanzspitze sind weiterhin in der entsprechenden Grundfarbe gefärbt und bilden die Points. Jungkatzen werden hell geboren, erst im Alter färben sich die Points stärker.

Ein weiteres, auffälliges Merkmal der Neva Masquarade sind ihre leuchtend blauen Augen, die ebenfalls auf diese Genmutation zurückzuführen sind. Das halblanghaarige Fell der Rassekatze besteht zum einen aus wasserabweisendem Deckhaar, zum anderen aus feinem Unterfell. Es gibt Vermutungen, dass dieses doppellagige Fell ein evolutionäres Resultat aus den rauen klimatischen Bedingungen Russlands bzw. Sibiriens ist. Dabei ist das Winterfell der Neva Masquarade deutlich länger, dichter und mit üppiger Unterwolle versehen als das Sommerfell. Zudem bilden sich in der kalten Jahreszeit ein üppiger Fellkragen an Hals und Vorderbrust (Halskrause) sowie die für Waldkatzen typischen Knickerbocker an den Hinterbeinen. Gleich der Sibirischen Waldkatze beeindruckt die Neva Masquarade mit großen Augen, einen eher rundlichen Kopf, abgerundeten Ohren und einem buschigem Schwanz. Ihre Stirn ist leicht abgerundet und geht mit leichtem Schwung in den Nasenrücken über. Markant sind ihre tiefgesetzten und breiten Wangenknochen. Oft zeigen sie sich mit feinen Haarspitzen an den Ohrenenden (Luchspinsel) und adretten Fellbüschel zwischen den Zehen.

Wesen

Katzenjammer und Divengehabe sind der Neva Masquarade fremd. Sie ist eine unkomplizierte, intelligente und familienfreundliche Katze, die über ein ausgeprägtes Sozialverhalten verfügt. Mit anderen Haustieren und Kindern kommt sie sehr gut zurecht. Zudem zeichnet sich ihr Wesen durch eine ausgeprägte menschenbezogene Anhänglichkeit aus. Ganz besonderen Schmusewillen, in einer fast schon zudringlichen Weise, bringt sie ihren „Lieblingsmenschen“ entgegen. Ist ihr Herrchen nicht zur Stelle, geht sie gerne auf Abenteuer oder Mäusejagd– gerne natürlich in freier Natur.

Gesundheit

Die Neva Masquarade ist wie alle Waldkatzen äußerst robust, athletisch und ausdauernd. Um einer Veregung des Genpools entgegenzuwirken, wird innerhalb vieler Neva Masquarade-Zuchten mit Sibirischen Waldkatzen verpaart. Damit bewahren die Züchter die Erbgesundheit der Rasse. Zudem werden in der Regel Fremdrasse-Einkreuzungen vermieden. Das diese Methode jedoch nicht verboten ist und von einigen Züchtern immer wieder durchgeführt wird, kann inzwischen keine Garantie für eine tadellose Erbgesundheit gegeben werden. Genetisch bedigte Krankheiten wie PKD und HCM können zudem mehrere Generationen überspringen und völlig unerwartet durchbrechen.

Wichtig für ein langes und gesundes Katzenleben ist eine artgerechte und abwechslungsreiche Ernährung. Dabei kann man sich an drei grundlegende Fütterungsmethoden für Katzen orientieren. Einmal im Jahr sollte ein Tierarztbesuch in Anspruch genommen werden, um die Impfungen gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche zu erneuern. Freigänger-Katzen sollten zudem Tollwut und Leukose geimpft werden.

Haltung

Der ideale Neva Masquarade-Halter wohnt auf dem Land, fern ab viel befahrener Straßen und regen Stadttreiben. Denn egal wie sehr diese Waldkatze die menschliche Anwesenheit schätzt, in ihr herrscht noch immer ein tief verwurzeltes Bedürfnis nach Freiheit. Ausgiebige Streifzüge durch weitläufige Wiesen und Wälder sollten ihr nicht verwehrt bleiben. Eine reine Wohnungshaltung kommt nur in Frage, wenn ausreichend Platz und ein abwechslungsreicher und artgerechter Lebensraum vorhanden sind. Generell sollte diese soziale Katzenrasse nicht als Einzeltier gehalten werden.

Pflege

Die Fellpflege der Halblanghaarkatze ist weniger intensiv, als man vielleicht erwarten würde – denn das Neva Masquarade-Fell ist geschmeidig und neigt von seiner Struktur her nicht zum Verfilzen.

Einmal pro Woche kämmen – ist völlig ausreichend. Wenn die Katze es wünscht, darf natürlich auch öfters der Kamm aus dem Schrank geholt werden. Katzen die sich häufig im Freien bewegen, benötigen selbst während der Fellwechselzeit nur mäßige Pflege, da sie sich ihre losen Fellhaare größtenteils am Gras oder Buschwerk abstreifen. Wohnungskatzen sollten in dieser Phase häufiger gekämmt werden. Das hat zum einen den Vorteil, dass weniger geputzt werden muss, zum anderen stärkt es auch das Wohlbefinden der Katze, da das Risiko eines Darmverschlusses (durch verschluckte Haare) gesenkt wird. 

Farben und Fellzeichnungen

Für die Neva Masquarade gilt: Alle Grundfarben, die bei der Sibirischen Katze zugelassenen sind, sind gleichfalls bei Neva Masquarade in Verbindung mit den Points erlaubt.